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Hörspiel | 1975
Drachen hat nicht jeder

Laufzeit Seite A:00:16:41
Laufzeit Seite B:00:11:05
Gesamtlaufzeit:00:27:46
Ton:stereo
Buchvorlage: Cecil Scott Forester
Bearbeitung: Manfred Jenning
Regie: Manfred Jenning
Musik: Hermann Amann
Geräusche: Sylvia Witschel
Produktion: Walt Disney Musikverlag GmbH
Inhaltsangabe:
Als Harald Hieronymus Braun, genannt Dudu, eines Tages durch eine Fuchsienblüte spaziert, gelangt er durch einen dunklen Gang auf eine Wiese, auf der sich ein netter Drache tummelt.
Er nimmt ihn kurzerhand mit nach Hause und vermag seine Eltern nach einigen Anlaufproblemen für das ungewöhnliche Haustier zu gewinnen.
Doch obwohl Horatio Hieronymus (so nennt man den Drachen) zahm ist, sorgt er in der kleinen Stadt für einigen Wirbel.
Eines Tages geht die Familie Braun ins Kino und beachtet nicht das dort ein Indianerfilm gezeigt wird. Da Indianer und Drachen aber schon seit Urzeiten verfeindet sind, endet der Besuch im Kino mit einem Polizei- und Feuerwehreinsatz.
Jedoch gehören Zwischenfälle solcher Art von nun an zum Alltag der Familie. So erlischt beispielsweise Horatios inneres Feuer, da er zu viel Brause trinkt. Eines anderen Tages verschluckt Horatio ein Radio und rennt nun ganz verstört vom Dröhnen aus seinem Bauch durch die Stadt. Als er einem Zirkusdirektor über den Weg läuft engagiert dieser ihn umgehend aufgrund seiner Gesangskünste für den Zirkus - jedoch versagen die Batterien im Moment des Auftritts, was zur Folge hat, dass der Direktor selber singen muss.
Damit nicht genug. Als Horatio und Dudu eines Tages wieder mal einen Ausflug in die Fuchsienblüte unternehmen, entdecken sie einen zweiten Drachen. Irmintrude heißt die Drachin und wohnt fortan ebenfalls bei Familie Braun…


Figuren und Sprecher:
Erzähler
Sepp Wäsche
Dudu Braun
Florian Strubel
Herr Braun
Manfred Jenning
Frau Braun
Claudia Hansmann-Strubel
Horatio Hyronimus Drache
Heinz Hermann Bernstein
Feuerwehrhauptmann
Gotthard Ebert
Kinobesitzer
Walter Schellemann
Polizist Überzwerch
Hanns-Joachim Marschall
Johann Sebastian Knäufelprüm
Heinz Hermann Bernstein
Rundfunksprecher
Winfried Küppers
Dr. Eschengrüdel
Walter Schellemann
Zirkusdirektor Püfelmus
Arno Bergler
Irmintrude Drache
Margot Schellemann
Alois Hippenbuben
Herbert Meyer
Amalia Duckmäuser-Trackenfuß
Christel Peschke
Maximilian Drache
Heinz Hermann Bernstein
Produktionsdaten:
14.–18.07.1975: Aufnahmen


Weitere Informationen:
Es muss Anfang der 80er gewesen sein […] da klingelte bei mir das Telefon. Als ich abnahm, dachte ich zuerst an einen Telefonscherz. Am anderen Ende meldete sich nämlich ein junger Mann, der behauptete, dass er aus der Südsee anruft. Im Hintergrund war Gelächter zu hören. Ich war deshalb schon kurz davor aufzulegen, aber weil der Sprecher am anderen Ende fast noch fassungsloser war als ich, zögerte ich. Außerdem hörte sich die Verbindung wirklich sehr fern an.
Es stellte sich heraus, dass es ein junger deutscher Marine-Soldat war, der tatsächlich gerade auf einem Schiff in der Karibik stationiert war. Der Lärm im Hintergrund stammte von seinen Kameraden, die er kurz darauf mit den Worten »Ich glaub' ich hab' die Frau von Manfred Jenning dran.« zum Schweigen brachte. Er selbst stellte sich dann kurz vor und fragte, ob er Manfred Jenning würde sprechen können. Ehe ich darauf antworten wollte, forderte ich allerdings erstmal eine Erklärung für seinen Anruf. Es schien mir ein wenig merkwürdig, dass jemand ausgerechnet aus der Südsee bei mir anrufen sollte – woher sollte er dort meine Nummer bekommen haben?
Die Erklärung war einfach und abwegig zugleich. Als der junge Mann von daheim fort ging, hatte er seine Lieblings-Schallplatten mitgenommen – darunter auch einige alte Hörspiele und eines davon war »Drachen hat nicht jeder«. Nun war eben diese Platte gerade gespielt worden und die jungen Männer hatten aus Jux beschlossen, einfach mal die Telefonnummer anzurufen, die auf der Platte als »Rufnummer der Irrenanstalt« diktiert wurde. Sie hatten wohl erwartet, dass es die Nummer gar nicht gab … um so mehr Spaß hatten sie nun, als sie tatsächlich mit mir sprachen. Ich war verblüfft, denn ich hatte gar nicht gewusst, dass Manfred unsere wirkliche Nummer verwendet hatte. Das amüsierte mich natürlich und gern hätte ich den Soldaten den Gefallen getan und Manfred an den Apparat geholt, aber ihr Anruf kam zu spät. – Man merkte deutlich, wie die gute Stimmung litt, als ich von seinem Tod erzählte.
Das Gespräch war natürlich teuer, dennoch sprachen wir noch einige Minuten. Gegen Ende bedankte sich der junge Mann noch einmal herzlich für all die schönen Geschichten, die er durch die Puppenkiste erzählt bekommen hatte und wünschte mir alles Gute. Es war ein schönes Erlebnis – vielleicht auch gerade, weil es deutlich machte, dass man sich auch nach seinem Tod noch an meinem Mann erinnerte.
(aus den Erinnerungen von Rosmarie Jenning)
Bezüge zu anderen Produktionen:

Hörspielumsetzung der Fernsehproduktion(en)
A) 1975: Drachen hat nicht jeder
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