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Film & Fernsehen | 1984
Das Tanzbärenmärchen



Erstausstrahlung: So., 25.11.1984
14:30–15:00 Uhr
Erstes Deutsches Fernsehen
Gesamtlaufzeit (PAL):113′49″
Bild:4:3 in Farbe
Konservierung:Umkehr-Film 16mm zzgl. Magnetfilm 16mm (reines Tonband)
Vollständig erhalten
Buchvorlage: Ulrich Mihr
frei nach Heinrich Heine
Drehbuch: Josef »Sepp« Strubel
Regie: Josef »Sepp« Strubel
Puppenbau: Hannelore Marschall-Oehmichen (Schnitzen und Körperbau)
Christiana Seyfang (Beziehen und Kostümieren)
Gregor Schwank 1
Entwürfe/ Figurinen: Dietrich Lange
Bühnenbild: Rainer Sinell
Bühnenbild-Assistenz: Gisela Kröhn
Puppenspieler: Marion Abel
Christina Jenning
Hanns-Joachim Marschall
Klaus Marschall
Margot Schellemann
Gregor Schwank
Gabriele Weger
Sylvia Witschel-Tobé
Musik: Wilhelm Schoeneis
Musikal. Leitung: Wilhelm Schoeneis
Musiker: Karl Jungkunz (Oboe + Englisches Horn)
Manfred Hartenstein (Fagott)
Ernst Zeiner (Akkordeon + E-Bass)
Josef Hierl (Klarinette)
Hans Joachim Schuster (Violine)
Wilhelm Schoeneis (Piccoloflöte + Chembalo)
Günther Möller (Schlagzeug)
Reiner Kachelmeier (Kontrabass)
Ton: Dietmar Lange
Stephan Segschneider
Kamera: Horst Thürling
Eckhard Lübke
Filmschnitt: Margot Schellemann
Bildtechnik: Günter Knüpf
Maske: Manrico Langer
Regie-Assistenz: Margot Schellemann
Redaktion: Ingrid Götz
Produktionsleitung: Heinz Niemczik
Produktion: Hessischer Rundfunk
Inhaltsangabe:
Als die Bäume im Jahr 1888 ihr längst verfärbtes Blätterkleid abwerfen, kreuzen sich die Wege zweier Bärenführer und ihrer pelzigen Begleiter. Der alte Jakob aus deutschen Landen, sein Tanzbär Atta Troll und der junge Luigi aus Italien samt seiner Bärin Mumma Troll beschließen fortan gemeinsam weiterzuziehen. Im Schutz der Pariser Großstadt wollen sie den Winter verbringen. Doch auch in der Stadt lauern Gefahren. Gefahren ganz anderer Natur.
In den Wäldern der Pyrenäen verirrt sich derweilen in einer dunklen stürmischen Nacht der Ziegenhirte Laskaro. Die Zauberkraft der bösen Hexe Uraka treibt ihn in ihre Hütte.
Uraka braucht einen Menschen, einen Jäger, der ihr Bären schießt, denn nur aus Bärenfett kann sie die Hexensalbe herstellen, die ihr Zaubermacht verleiht. Laskaro erweist sich zwar als schlechter Schütze, doch macht Uraka etwas anderes viel größere Sorgen. Bären sind rar geworden in den letzten Jahren und die Zeit wird knapp, ehe die alte Salbe ausgeht. So schickt Uraka nach ihren höheren und niederen Dienern. Sie sollen ihr einen Bären beschaffen.
Von all dem ahnen Jakob und Luigi nichts, als ihnen der Geschäftsmann Lerat in Paris eine Stellung als Werbeträger anbietet.

Informationen:
Bei Das Tanzbärenmärchen handelt es sich um eine frei entwickelte kindgerechte Bearbeitung von Heinrich Heines Versepos Atta Troll – Ein Sommernachtstraum durch Ulrich Mihr. Es gehört unverdientermaßen zu den weniger bekannten Mehrteilern der Augsburger Puppenkiste. Sepp Strubel erzählt die Geschichte über Freundschaft, Magie und den Kampf zwischen Gut und Böse mit einer ausgewogenen Mischung aus Humor und Spannung. Neben den charmanten sprechenden Tieren schleicht sich dem Zuschauer vor allem die Hexe Uraka ins Herz. Durch die meisterhafte stimmliche Darbietung von Schauspielerin bzw. Sprecherin Eva Maria Keller ist sie Bösewicht und gute Seele zugleich – mal mehr das eine, mal mehr das andere, hin- und hergerissen – wie jeder von uns.
Um dem Ernst und der tiefen Aussage der Vorlage Rechnung zu tragen, fingen Horst Thürling und Eckhard Lübke (der damalige Chefkameramann des Hessischen Rundfunks und sein Nachfolger) die Geschichte unter Strubels Regie in eindringlichen zuweilen düsteren Bildern ein, die die Produktion bis heute zu einem auch für Erwachsene sehenswerten Höhepunkt des Genres »Puppenfilm« machen.

Episodentitel (Erstausstrahlung - Laufzeit):
1. Folge: Atta und Mumma (So., 25.11.1984 • 14:30–15:00 Uhr • 28′25″)
2. Folge: Bärenjagd (So., 02.12.1984 • 14:30–15:00 Uhr • 28′23″)
3. Folge: Zum Wasserschloss (So., 09.12.1984 • 14:30–15:00 Uhr • 28′36″)
4. Folge: Die große Höhle (So., 16.12.1984 • 14:30–15:00 Uhr • 28′25″)
Figuren und Sprecher:
Atta Troll, ein Tanzbär
Walter Schultheiß
Jakob, ein alter Bärenführer aus deutschen Landen
Hans Josef Eich
Mumma Troll, eine Tanzbärin
Brigitte Walter
Luigi, ein junger Bärenführer aus Italien
Ulf-Jürgen Wagner
Uraka, die Hexe aus den Pyrenäen
Eva Maria Keller
Laskaro, ein Ziegenhirte
Arno Bergler
Korax, ein Rabe in Urakas Diensten
Herbert Meyer
Der Mops (ein verzauberter schwäbischer Dichter)
Herbert Meyer
Monsieur Lerat, ein dubioser Geschäftsmann in Paris
Peter Folken
Jean, das Faktotum des Lerat
Hanns-Joachim Marschall
Der Wassernöck
Sepp Wäsche
Rosalinde, eine Möwe in Wassernöcks Diensten
Christel Peschke
Der Graf, ein Bibliophile
Horst Eisel
Der Bänkelsänger
Josef »Sepp« Strubel (in Person)
Die Bänkelsängerin
Margot Schellemann (in Person)
Das Äffchen der Bänkelsänger
(stumm)
sowie
Bauern, Gaffer, Flaneure, Kindermädchen, Artisten,
Seiltänzer, ein Löwe u. v. a.
Produktionsdaten:
11.05.1984: Musikaufnahme
07.–11.05.1984: Dialogaufnahmen in Augsburg
13.–18.05.1984: Tonschnitt in Neusäß
28.05.–20.07.1984: Dreharbeiten in Augsburg
09.–14.07. + 10.08.–22.09.1984: Filmschnitt in Neusäß
24.+25.09.1984: Musikaufnahme
08.–20.10.1984: Vorbereitungen (für Mischung) in Neusäß
21.–26.10.1984: Geräuschaufnahmen in Frankfurt
05.–17.11.1984: Vorbereitungen (für Mischung) in Neusäß
19.–23.11.1984: Mischung in Frankfurt


Luigi und Mumma spielen und tanzen in einem kleinen französischen Dorf.
[© Fotostudio Meile]

Uraka mit Korax, dem Mops und Laskaro vor ihrer Hütte in den Pyrenäen.
[© Fotostudio Meile]

Der Wassernöck mit der Möwe Rosalinde
[© Fotostudio Meile]

Jakob und Luigi sind mit Mumma und Atta in Paris angekommen. Im Schatten des Eifelturms tanzen die Bären für einige Sou.
[© Fotostudio Meile]

Urakas Verbündete Lerat und Wassernöck versuchen sich mit Hilfe ihrer Diener Rosalinde und Jean beim Handel mit den Bären zu übervorteilen.
[© Fotostudio Meile]

Atta und Mumma haben im Wasserschloss des Grafen Zuflucht gefunden.
[© Fotostudio Meile]

   1 Fertigte die entzauberten Erscheinungsbilder von Lerat und Wassernök an. (im Abspann nicht genannt)
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