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Bühne | 1962
Hanneles Himmelfahrt



Premiere:17.11.1962
Theatertext: Gerhart Hauptmann
Inszenierung: Walter Oehmichen
Puppenbau: Hannelore Marschall-Oehmichen
Kostüme: Rose Oehmichen
Bühnenbild: Malte Marks
Musik: Hermann Amann
Inhaltsangabe:
Gerade sind die Armenhausbewohner eines kleinen Gebirgsdorfes von ihrem Tagwerk zurückgekommen und breiten das Erbettelte auf dem Tisch aus, da treten der Dorflehrer Gottwald und der Waldarbeiter Seidel hastig ein. Die beiden Männer tragen ein halb erfrorenes Kind, das sie umgehend in warme Decken hüllen und für das die Armenhäusler Tulpe, Hede, Pleschke und Hanke rasch etwas Warmes zubereiten.
Das Mädchen ist Hannele Mattern, deren Mutter vor sechs Wochen verstarb und die so den letzten Schutz vor der Grausamkeit ihres Stiefvaters verlor. Seither, so weiß jeder im Dorf, führt die Vierzehnjährige ein elendes Leben. Mitten im Winter wird sie am späten Abend vor die Tür gesetzt und darf nicht ohne Geld zurück kommen, wird geschlagen und wie die Magd im Hause gehalten. Verhaften kann man den grausamen Maurer Mattern jedoch nicht. Hierzu wäre eine Anzeige des völlig verstörten Kindes nötig, doch Hannele vertraut sich niemandem an.
An diesem Abend, so scheint es, suchte sie offenbar einen anderen Weg aus ihrer Verzweiflung und wollte sich im Dorfteich ertränken.
Ihre beiden Retter Seidel und Gottwald erhalten kurz darauf Unterstützung von Doktor Wachler und der Diakonissin Schwester Martha. Auch Amtsvorsteher Berger kommt ins Armenhaus, da er nun endlich die Gelegenheit gekommen sieht, den Schläger und Trinker Mattern hinter Schloss und Riegel zu bringen.
Doch selbst dies vermag dem von Angst und Wahn gepeinigten Hannele nicht die Furcht zu nehmen und die Lust am Leben zurück zu schenken. Sie sehnt sich nach dem Tod, will endlich wieder zu ihrer Mutter.
In einem Fiebertraum erscheinen ihr daher die geliebte Mutter, lichte Engelsgestalten und all die Dorfleute, die sich ihrer angenommen haben. Sie macht ihren Frieden, erträumt sich ihr persönliches Paradies und reicht zwar etwas ängstlich jedoch mit Freuden dem erhabenen schwarzen Engel des Todes ihre kleine Hand. Glücklich, über alle Maßen erfüllt von Frieden geht sie mit ihm und erwacht nicht mehr.

Informationen:
Für diese Inszenierung lieh der Schauspieler und spätere Drehbuchautor/Regisseur Josef »Sepp« Strubel der Augsburger Puppenkiste erstmals seine Stimme.

Bühnenbild und Szenenfolge:
Das Stück ist eine Traumdichtung in zwei Akten. Es kommt mit einem einzigen Bühnenbild bei wechselnder Beleuchtung aus.
Ein Zimmer im Armenhaus eines Gebirgsdorfes
Figuren und Sprecher:
Tulpe, Armenhäusler
Inge Conradi
Hedwig, Armenhäusler
Margot Schellemann
Pleschke, Armenhäusler
Walter Guberth
Hanke, Armenhäusler
Manfred Jenning
Heinrich Gottwald, Lehrer
Walter Oehmichen
Seidel, Waldarbeiter
Walter Schellemann
Johanna Katarina »Hannele« Mattern
Sigrid Ockel
Berger, Amtsvorsteher
Hubert Kronlachner
Dr. Wachler
Josef »Sepp« Strubel
Schwester Martha, Diakonissin
Rose Oehmichen

und die Figuren, die Hannele im Fiebertraum erscheinen:
Der Maurer Mattern, ihr Vater
Heinz Günther Kilian
Eine Frauengestalt, ihre verstorbene Mutter
Rose Oehmichen
Lichter Engel
Manfred Jenning
Lichter Engel
Gerhard Jentsch
Lichter Engel
Gregor Bals
Der Dorfschneider
Günter Knecht
Gottwald
Walter Oehmichen
seine Schulkinder
Augsburger Domsingknaben
Die Diakonissin
Rose Oehmichen
Leidtragende
Rose Oehmichen
Walter Guberth
Margot Schellemann
Inge Conradi
Manfred Jenning
Engel
Walter Oehmichen
Produktionsdaten:
21.10.1962, 19:30 Uhr: Bandaufnahme
02.11.1962, 09:30 Uhr: 8 Puppen einfädeln
06.11.1962, 08:30 Uhr: 13 Puppen einfädeln
08.11.1962, 08:00 Uhr: 8 Puppen einfädeln
08.11.1962, 09:30 Uhr: Probe
08.11.1962, 15:00 Uhr: Probe
09.11.1962, 08:00 Uhr: 2 Puppen einfädeln
09.11.1962, 09:30 Uhr: Probe
09.11.1962, 15:00 Uhr: Probe
12.11.1962, 09:30 Uhr: Probe
12.11.1962, 15:00 Uhr: Probe
13.11.1962, 09:15 Uhr: Probe
14.11.1962, 09:30 Uhr: Probe
15.11.1962, 09:30 Uhr: Probe
15.11.1962, 15:00 Uhr: Probe
16.11.1962, 09:30 Uhr: Generalprobe
11.12.1963, 17:00 Uhr: Probe vor Wiederaufnahme


Der Waldarbeiter Seidel, der Dorflehrer Gottwald, Hannele und der Amtsvorsteher
[© Fotostudio Meile]

Dr. Wachler, die Diakonissin Schwester Martha und Hannele
[© Fotostudio Meile]
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